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Organ Trail

Ausgestellt am 13. September 2012, von in Allgemein.

Oregon Trail: Director's Cut

Es ist wieder mal Zombie-Apokalypse und ganze Amerika ist im Chaos versunken. Hinzu kommt noch, dass viele Gebiete radioaktiv verseucht sind, weil die Regierung versucht hat den Ausbruch mit Atombomben zu bekämpfen. Die Gute Nachricht ist, dass es gerüchtweise noch unverseuchte und zombiefreie Rückzugsorte geben soll. Die schlechte, dass diese ganz am anderen Ende des Landes liegen. Die Lösung liegt auf der Hand: Roadtrip!

Du und deine Crew, bevor die Reise los geht.

Das Spiel beginnt mit einem kurzen Tutorial, in dem einem das wichtigste Spielkonzept erklärt wird. Viel gibt es dazu nicht zu sagen. Das wichtigste ist natürlich: Wie erschieße ich Zombies. Das geht so lange gut, bis einem die Munition ausgeht. Glücklicherweise eilt ein mysteriöser Fremder zu meiner Hilfe, welcher mir nach getaner Arbeit auch noch anbietet mich in seinem Wagen bis zur nächsten Stadt mitzunehmen. Dort angekommen sammle ich meine vier besten Kumpels ein und los geht die Reise.

Auf dem Weg nach Westen sind verschiedene feste Zwischenstopps eingeplant. Darunter sind größere Städte, wie Chicago oder Las Vegas, aber auch interessante Punkte wie ein Gefängnis, ein Einkaufszentrum oder ein Stripclub. Wer möchte, kann aber auch einfach in freier Wildnis eine Pause einlegen. Während der Fahrt können sich immer wieder Zwischenfälle ereignen. So trifft man beispielsweise auf einsame Wanderer am Straßenrand, verlassene Autos oder Biker-Gangs. Auch der gelegentliche Zombie-Angriff darf natürlich nicht fehlen. Ausserdem verschleißt mit der Zeit unser Wagen und muss hin und wieder repariert werden. Hat man dafür nicht die nötigen Ersatzteile vorrätig, heißt es Aussteigen und suchen.


In den Städten gibt es noch Reste an Zivilisation.

Um dies zu vermeiden und nicht tagelang durch die Wildnis streunen zu müssen sollte man sich besser in den Städten mit genügend Vorräten eindecken. Dort gibt es meistens einen Markt für die wichtigsten Gegenstände, auf dem man Sachen kaufen und verkaufen kann. Zudem kann man Aufträge übernehmen, welche mit Geld oder Material vergütet werden. Das Spielprinzip bei den Aufgaben ist im Grunde immer das gleiche, nämlich Zombies oder Banditen abzuschießen. Die Missionen unterscheiden sich im wesentlichen nur in ihrem Schwierigkeitsgrad und der Belohnung dafür. Des weiteren besteht die Möglichkeit in Werkstätten Upgrades für unser Auto einbauen zu lassen. Diese helfen dabei die Reise zwischen zwei Stopps zu erleichtern, kosten aber dafür einiges an Geld.

Noch 155 Meilen bis zur nächsten Pause. Hoffentlich haben wir genug Benzin dabei.

Das Design des Spiels ist laut eigener Aussage der Entwickler von “The Man Who Wear Many Hats” im Retrostil des Apple 2 entworfen worden. Bei uns liegt der Verdacht nahe, dass dies einfach eine Ausrede dafür ist, um auf Aufwendige Grafiken zu verzichten. Da es dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut, wollen wir es mal durchgehen lassen. Wie beim geistigen Vater Oregon Trail fällt es auch hier schwer, mit dem Spielen aufzuhören, weil man ja immer noch ein paar Meilen weiter fahren kann bevor dann wirklich Schluss ist. Für Fans von Oregon Trail, welches ebenfalls für Android erhältlich ist, hat man hier vielleicht sogar die bessere Alternative, weil es entgegen dem Original nicht, die von vielen gehassten, Ingame-Purchases gibt. Die Steuerung ist trotz Retro-Aufmachung sehr gut bedienbar, wobei Action nur die eine Hälfte des Spiels ausmacht. Genau so wichtig wie der gekonnte Umgang mit dem Gewehr ist nämlich eine vorausschauende Einteilung und Beschaffung der Vorräte. Sollte man nach mehreren Anläufen einmal das Ziel erreicht haben, dürfte man leider so ziemlich alles gesehen haben, was das Spiel hergibt. Leider wiederholen sich die Spielelemente recht bald und stellen nach einiger Zeit auch keine große Herausforderung mehr dar. Wer trotzdem nicht genug kriegen kann, dem helfen Achievements dabei sich für einen neuen Anlauf zu motivieren. Zudem kann man versuchen einen besseren Highscore zu erlangen und Online zu veröffentlichen.

Als humorvolle Interpretation des Klassikers ”Oregon Trail” ist Organ Trail durchaus einen Kauf wert. Wer das Original möchte oder ein Faible für Zombiespiele hat kann hier getrost zuschlagen. Die bewusst pixelige Grafik sollte auch auf älteren Geräten einwandfrei Laufen.

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Baphomets Fluch: Director’s Cut

Ausgestellt am 3. September 2012, von in Adventure, Rätsel.

Mysteriöse Morde fanden zuletzt in Paris statt. Und es gibt Hinweise darauf, dass sie alle in Zusammenhang mit den sagenumwobenen Tempelrittern stehen. Aber wer waren die Tempelritter übehaupt? Und warum mussten all die Leute wegen ihnen sterben?
Dies alles gilt es in Baphomets Fluch: Director’s Cut aufzuklären.

Nico und George vor dem Café de la Chandelle Verte

Die Geschicht wird dabei in klassischer Point & Click Manier abwechselnd aus der Perspektive von George Stobbart, einem amerikanischen Touristen, und Nico Collard, einer in Paris lebenden Photojournalistin erzählt.

Nico und George treffen sich, nachdem sie beide Zeugen von Mordanschlägen in Paris geworden sind und beschließen der Sache auf eigene Faust auf den Grund zu gehen. Ihr Ermittlungen führen sie dabei an verschiedene Orte in Paris und Europa bis in den nahen Osten.

An jedem Ort gibt es ein paar Szenenbilder, in denen Gegenstände zu finden oder Personen anzusprechen sind. Mit Fortschreiten des Spiels ändern sich auch die Handlungs- bzw. Gesprächsoptionen.
Neben den klassischen Spielprinzip à la Kombiniere Gegenstand A mit Gegenstand B und benutze ihn danach mit Objekt C sind verschieden Rätsel für ein weiterkommen zu lösen.

Wer ist wohl auf diesem Foto zu sehen?

Diese sind gut gemacht und fügen sich sehr harmonisch in den Spielfluss mit ein.
Wenn man mal an einer Stelle nicht weiterkommt, kann man sich aus dem Spielmenu heraus in 3 Stufen Tipps zum weiterkommen geben lassen. Dabei wird zuerst ein vager Hinweis auf den nächsten Schritt gegeben, bevor in der nächsten Stufe schon recht deutlich mit dem Zaunpfahl gewunken wird und in der dritten und letzten Stufe einfach gesagt wird was man tun soll.

Die Geschichte wir während des gesamten Spiels eigentlich nie langweilig. Es gibt diverse unerwartete Wendungen und lustige Szenen. Obwohl die Handlung eher düster ist, wird durch das helle und fröhliche Design eine positive Stimmung vermittelt.  Die Bedienung ist überaschend flüssig. Da aber bei einem Antippen des Bildschirms immer gleich alle Aktionsmöglichkeiten angezeigt werden wird einem die Freude am Suchen nach versteckten Gegenständen etwas genommen.  Sehr gut gefallen hat uns auch die deutsche Synchronisation, die an keiner Stelle hölzern oder monoton klingt.

Baphomets Fluch bietet für € 2,99 mehrere Stunden Spielspaß, auch wenn man wenig Ausdauer für schwierige Rätsel hat und sich immer gleich helfen lässt. Bis jetzt ist es mit Abstand das beste Adventure-Spiel für Android das wir kennen.